Start im Innenhof des Martinsklosters
Foto: HW Weisskircher
Ein zweistündiger Spaziergang zu den Orten in Trier, die der Bischof von Tours nach Ausweis seines Biografen Sulpicius Severus tatsächlich aufgesucht hat, geführt von Hans-Georg Reuter.
Vierzehn Interessierte starteten um 18 Uhr im Innenhof des Studentenwohnheims Martinskloster. Von dort aus ging es entlang der Mosel zur Römerbrücke, dann zum römischen Forum, zur Konstantinbasilika, zum Dom – immer mit Texten aus der Vita Martini seines Biografen. Eine Teilnehmerin bedankte sich mit dieser E-Mail:
"Guten Abend Herr Reuter, ich habe am Freitag an dem von Ihnen angebotenen Spaziergang auf den Spuren des Hlg. St. Martins teilgenommen. So oft am Martinsrelief vorbeigefahren,-ohne es bewusst wahr zu nehmen, so oft die Straße an der Mosel befahren, nichtsahnend, dass ein Katzensprung entfernt ein wunderschöner Weg mit besonders beeindruckendem altem Baumbestand darauf wartet, ihre interessanten Ausführungen über den Aufenthalt St. Martins in unsrer Stadt aufzunehmen .
Diese 2 Stunden habe ich als kleine Auszeit ,gepaart mit der Aufnahme von neuem Wissensgut, erfahren.
Ich möchte mich ganz herzlich bei Ihnen für die interessante Führung bedanken."
Foto C Eiffler
2023 sind auf dem Wegabschnitt zwischen Hermeskeil und Reinsfeld zehn Informationstafel aus dem Leben des Martinus aufgestellt und in diesem Zuge auch der Weg ausgeschildert worden. Im Frühjahr 2025 konnte die Ausschilderung zwischen Reinsfeld und Mertesdorf fortgesetzt werden. Hier gab es eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Touristeninformationen in Hermeskeil und Kasel und den beiden Verbandsgemeinden. Ohne ihr großes Engagement wäre die Ausschilderung nicht möglich gewesen. Auch hat sich das Bistum Rottenburg-Stuttgart großzügig finanziell beteiligt, das für die Koordination des Weges in Deutschland zuständig ist.
Foto A Kossmann
Im Frühjahr 2025 fand in Trier eine gut besuchte Ideenwerkstatt für die neuen Mitglieder und weiterte Interessierte statt.
Mehrere Arbeitsgruppen haben sich gebildet.
Eine wird sich mit der Gestaltung von Stadtgängen auf den Spuren des Martinus in Trier beschäftigen; eine andere mit der Ausschilderung des weiteren Weges in Trier. Eine dritte: Wie Martinus Kindern und jungen Familien in der heutigen Zeit gut vermittelt werden kann. Eine weitere Arbeitsgruppe befasst sich mit der Homepage und dem weiteren digitalen Auftritt des Vereins.
Vorstand nach der Gründungsversammlung
von links nach rechts: M. Drach, HG Reuter, C. Eiffler, B. Ott, H. Drach,
Prof. Dr. M. Lörsch, Dr. HW Weisskircher ( es fehlt C Heinz)
Foto Ott
Im Herbst 2024 hat sich der Verein „Förderer und Unterstützer des Europäischen Kulturwegs St. Martin von Tours“ im Raum Trier e.V.“ gegründet. Zur Gründungsversammlung am 28.10. kamen über 25 Personen in den Pfarrsaal von St. Martin in Trier und ein achtköpfiger Vorstand konnte gewählt werden. Mittlerweile ist die Gemeinnützigkeit anerkannt und ein Bankkonto eröffnet. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen. Ziel des Vereins ist den europäischen Kultur- und Pilgerweg Martinus zwischen Muhl im Hochwald bei Hermeskeil bis Wasserbillig an der luxemburgischen Grenze über Nonnweiler, Hermeskeil, Reinsfeld, Waldrach, Mertesdorf, Trier, Igel bekannter zu machen und mit Angeboten zu beleben. Zur Strecke gehört auch eine Schleife zwischen Mertesdorf und Schweich, die fünf Martinskirchen verbindet.
Der europäische „Kultur- und Pilgerweg Martinus“ ist 2005 vom europäischen Rat ins Leben gerufen worden. Er ist also gegenüber dem Jakobusweg ein sehr junges Baby. Der Weg führt vom Geburtsort des heiligen Martin in Szombathely, das in Ungarn liegt, bis zu seinem Grab im französischen Tours quer durch Europa. Neben Ungarn und Frankreich geht er auch durch Österreich, Deutschland, Luxembourg und Belgien und umfasst insgesamt über 2.500 Kilometer. Der Europarat sieht in dem heiligen Martin eine europäische Persönlichkeit, die fürs Teilen und eine solidarische Haltung steht. 2011 hat das Bistum Trier die konkrete Wegführung von Bingen bis zur luxemburgischen Grenze in Wasserbillig festgelegt. Maßgeblich haben ihn Horst Drach und Hans-Georg Reuter umgesetzt. Der Kultur- und Pilgerweg geht auf vorhandenen Wegen und ist auf der Homepage www.Martinuswege.eu hinterlegt. Der Wanderer oder Pilger kann sich die Wegbeschreibung ausdrucken oder digital führen lassen.